Vom "Mun-Bunker" zum "Schwedenhaus"
Geschichte / History zu unserem Grundstück und Haus.Im Kali-Abbaugebiet des Hildesheimer Waldes sind am Westrand der Ortschaft Diekholzen die Schachtanlagen Hildesia und Mathildenhall errichtet worden. Da es in den 20er Jahren zu Auftragsrückgängen, die Rationalisierungsmaßnahmen zur Folge hatten, es zur Arbeitslosigkeit kam, beschloß in den 30er Jahren die Wehrmacht das Gelände zu übernehmen und eine Heeresmunitionsanstalt einzurichten.
1937 begannen die Baumaßnahmen zu der Muna BW Diekholzen. Der Produktionsbetrieb wurde 1939 aufgenommen. Zu Explosionsunglücken kam es 1941 und 1944. Im Verlauf des Krieges sind in der Muna Diekholzen vermehrt Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene eingesetzt worden. Nach dem 2.Weltkrieg wurden die Bürger aus Diekholzen zur Beseitigung der Munitionsbestände dienstverpflichtet. Nach Aussagen von Leuten die an dieser Beseitigung der Munition mitarbeiten mussten, standen die Mun-Kisten im Wald bis nach Mathildenhall aufgestapelt. Als die Muna abgeräumt war sind in die Hallen und Häuser ausgebombte Betriebe und Flüchtlinge eingezogen. Als diese dann in den 60er Jahren wieder ausgezogen waren standen die Gebäude leer. Anfang der 70er Jahre pachteten die Pfadfinder aus Diekholzen von der Bundesvermögensstelle das Handmunitionshaus 1. Bei uns bekam es die Bezeichnung "Roverhaus". Dieser Begriff hat sich bis in die heutige Zeit erhalten. Wenn wir in den Pfadfinderkreisen vom Roverhaus sprechen, weiß jeder was gemeint ist. 
Wir haben in dem Haus auch schon einige Umbauten vorgenommen, die waren aber immer auf die Rovergruppe zugeschnitten, jetzt sieht das Konzept etwas anderes vor. Zum allgemeinen Verständnis würde die Bezeichnung vom Roverhaus zum Schwedenhaus besser passen.Wir sind jetzt aber der Meinung, das die Aussage vom Mun-Bunker zum Schwedenhaus den Umfang des Hauses besser darstellt. Wie aus den folgenden Zeichnungen und Skizzen zu ersehen ist, wollen wir für die Pfadfinder in Diekholzen ein Haus bauen, in dem man sich wohl fühlt und in dem auch das vorhandene Material untergebracht werden kann. 
Warum jetzt Schwedenhaus? Wir sind oft in Schweden bei befreundeten Pfadfindern in ihren Häusern gewesen. Diese Häuser haben viel Holz innen und außen, strahlen eine Wärme zum Wohlfühlen aus, und das hat uns bewogen ein solches Haus für uns zu bauen.
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